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Samstag, 1. Mai 2010

Übernehmen von Konfigurationen im WebLogic Portal durch Propagierung

Das Oracle WebLogic Portal bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten über die Administrationskonsole. Neben der Erstellung des Streaming-Portals werden dort unter anderem auch Portlet-Eigenschaften, der Seitenaufbau des Portals oder auch Berechtigungen definiert. Des Weiteren wird das integrierte CMS-System hierüber administriert.

Bei Software-Projekten werden in der Regel mehrere Umgebungen für die Durchführung benötigt (z.B. Produktions-, Wartungs- und Test-Umgebung). Da es sehr aufwändig und auch fehleranfällig ist die ganzen Konfigurationen des Portals in jeder Umgebung von Neuem zu erstellen, stellt sich die Frage wie Einstellungen und CMS-Inhalte von Umgebung zu Umgebung übertragen werden können.

Die Lösung hierfür ist die Verwendung der in der Entwicklungsumgebung (Workshop bzw. OEPE) mitgelieferten Propagierungs-Werkzeuge. Die Funktionsweise der Propagierung ist ausführlich auf den Seiten zur Portal-Dokumentation beschrieben [1]. Neben der kompletten Übernahme von Konfigurationen bei Neuanlagen sind auch Merges möglich. Die folgende Grafik zeigt einen Ausschnitt einer Merge-Session.

Beispiel einer Merge-Session

Leider kann es vorkommen, dass in der Zielumgebung nicht alles aktualisiert wird, obwohl die Einträge in der Merge-Session, wie in obiger Grafik zu sehen, entsprechend für ein „Update“ markiert wurden. Da auch das mehrfache Durchführen der Propagierung nicht hilft bleibt nur der Griff in die Datenbank des Portals übrig.

Konkret ist dieses Problem bei unseren Projekten schon mehrfach beim Versuch der Aktualisierung des Benutzer-Profils (UUP) aufgetreten. In der entsprechenden XML-Datei für das Benutzerprofil können Attribute, wie bspw. Abteilung definiert werden. Wenn jetzt zwischen zwei Releases ein neues Attribut hinzukommt tritt genau der Fall der notwendigen Aktualisierung auf. Mit etwas Kenntnis im Portalschema findet man heraus, dass in der Tabelle DATA_SYNC_ITEM die komplette XML-Datei als BLOB-Wert abgespeichert wird. Durch Austausch des BLOB-Wertes mit der neuen XML-Datei ist das aktualisierte Benutzer-Profil auch auf der Zielumgebung zur Verfügung.

Differenz einer UUP-Datei zwischen Quell- und Zielsystem, die nicht übernommen wird

Referenzen:
[1] http://download.oracle.com/docs/cd/E13155_01/wlp/docs103/prodOps/propTool.html

1 Kommentar:

  1. Folgende weitere Erkenntnis ist vor kurzem bei einem Projekt aufgekommen: Anstelle der Anpassung des Benutzer-Profils in der Datenbank kann auch eine Aktualisierung in der Propagation-Datei vorgenommen. Hierfür muss die ZIP-Datei vor der Propagierung entpackt werden und anschließend erfolgt der Austausch der Properties-Datei des Benutzer-Profils. Nun kann die Datei nach dem "Zusammenpacken" propagiert werden.

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